Samenbomben

Tipps, Wissenwertes und Interessantes zu den Samenbomben

Tipps um einen möglichst großen Erfolg zu erzielen

denn schließlich ist trotz aller vorhandenen Qualität des Saatgutes auch Mutter Natur mit im Spiel.....
  • die Keimlinge haben feine Wurzeln, die es auf einem harten und trockenen Untergrund nicht schaffen. Sollte der Untergrund zu grob (Schotter, Klumpen, Lehm, etc) sein, muss etwas Blumenerde dazu gegeben werden
  • es ist wirklich so: die Samenbomben werden einfach an den gewünschten Ort geworfen, dort hingelegt oder hingerollt. Ein Eindrücken oder gar eingraben der Kugeln verhindert sogar das Wachstum (siehe 'Wasser')
  • Allerdings benötigen die Saatgut-Kugeln viel Wasser - ganz besonders am Anfang. Also solange gießen, bis sich die Kugel etwa so wie Knete drücken läßt, denn dann hat sich das enthaltene Tonpulver richtig schön und kräftig vollgesaugt. Auch anschließend sollte darauf geachtet werden, dass die Kugeln nie austrocken, so wie dies bei allen Gewächsen üblich ist
  • In den Saatgutbomben sind viele verschiedene Sorten enthalten: das bedeutet, dass je nach dem Standort unterschiedliche Ergebniss erzielt werden. Allgemein gilt natürlich: je sonniger, desto schöner die Blütenpracht
  • und sollte einmal trotz aller Fürsorge und Pflege nur wenig oder gar nichts wachsen - veilleicht haben sich ja dann ein paar freche Vögel am Saatgut oder den frischen Keimlingen gütlich getan. Manchmal setzt sich die Natur eben gegen die Wünsche der Menschen durch
Wie werden die Samenbomben denn hergestellt ?
  • grundsätzlich ist die Herstellung Handarbeit: bei den Stadtgärtner ist Jan der "Roller Nr.1", doch er hat tolle Hilfe von der örtlichen Lebenshilfe und der MVA Meppen
  • zuerst wird die Erde sehr sorgfältig gesiebt, denn kleine Zweige oder gar Steinchen haben in den Samenbomben nichts zu suchen
  • dann wird in einem großen Mixer die gesiebte Erde, Tonpulver, das Saatgut und etwas Wasser solange gemixt, bis eine gut durchmischte, feuchte und etwas klebrige Masse entsteht
  • dafür werden nur Qualitäts-Produkte verwendet: schwarze Anzuchterde, Tonpulver und hochwertiges, heimisches Saatgut. Aus jeder Produktionschrage wird eine Probe entnommen und das Blühergenis in der Praxis überprüft
  • diese wird dann in gleich große Portionen aufgeteilt und gerollt, so dass die typischen Samenkugeln entstehen
  • durch das Trocknen werden die Kugeln steinhart und sind dann für 2 Jahre einsatzbereit - sobald sie von Feuchtigkeit zum Leben erweckt werden
Samenbomben - wie funktioniert das denn ?
  • Samenbomben oder Samenkuigeln sind kleine Bällchen (man könnte auch weniger vorteilhaft Klumpen sagen) aus Erde, Ton und Saatgut
  • somit ist alles für ein Wachstum vorhanden und dadurch entfällt auch ein "pflanzen"
  • die Samenbomben werden also nur an den Wunschort geworfen, gelegt oder gerollt
  • wenn der nächste Regen nicht aussreicht, den Klumpen aufzuweichen und das Wachstum mit dem Keimen zu beginnen, sollte mit gießen nachgeholfen werden  
und noch etwas zur Geschichte der Samenbomben
  • natürlich gibt es immer verschiedene Erklärungen, wer denn der Erste war......
  • vermutlich sind es jedoch die hochentwickelten alten Ägypter: sobald das Nilhochwasser fruchtbare Flächen hinterlassen hatte, war Eile geboten. Mit dem "Auswerfen" von mit Erde vermischtem Saatgut konnte dies sehr schnell geschehen
  • als dann während des 2.Weltkrieges viele Männer der Bevölkerung in den unsäglichen Kriegshandlungen eingebunden waren, wurden dann in Japan aus Flugzeugen solche Saatgutbomben abgeworfen, um möglichst schnell und möglichst große Felder bestellen zu können
  • Als dann durch die zunehmende Bebauung städtischer Grünflachen immer mehr Betonwüsten entstanden und die Luftverschmutzung merklich zunahm, erfuhr die Idee der Saatgutbomben ein Revival. Zuerst nur als kleiner Widerstand und Versuch, etwas bunte Inseln in Städten und iNachbarschaft zu schaffen wurde schnell klar, wie einfach und ideal die Saatgutbomben eigentlich sind
  • sie finden jetzt ihr "Zuhause" in Gärten, Balkonkübeln oder sogar mit Kräutern in der eigenen Küche